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Wärmeübertragung: Grundlagen und Praxis

Autor: von Böckh, Peter; Wetzel, Thomas 

Wärmeübertragung von Prof. Dr. Peter von Böckh und Prof. Dr. Thomas Wetzel vom KIT ist zu Recht ein Fachbuch-Bestseller. Das Buch ist für das Studium Verfahrenstechnik, Chemieingenieurwesen oder Maschinenbau hervorragend geeignet.

Inhaltlich enthält es alles, was ein angehender Ingenieur über Wärmeübertragung wissen muss: Je ein Kapitel widmet sich der Bilanzierung, Wärmeleitung, Erzwungene Konvektion, Freie Konvektion, Kondensation, Verdampfung, Strahlung und Auslegung von Wärmeübertragern.

Dabei legen Peter von Böckh und Thomas Wetzel vor allem Wert auf die saubere Darstellung aller relevanten Gleichungen der Wärmeübertragung und auf die Anwendung. Alle Beispiele sind farblich hervorgehoben und strukturiert in Beschreibung, Schema/Skizze, Annahmen, Analyse des Problems resp. Lösungsweg und Diskussion der Ergebnisse. So lernt der Leser schnell, wie er die jeweiligen Gleichungen anwenden und die Ergebnisse interpretieren kann.

Die Autoren haben viele Beispiele so konstruiert, dass sie für jedermann leicht verständlich sind. Es geht dabei z.B. um das Aufheizen einer Platte oder das Abkühlen eines Drahtes in einem Wasserbad. Für mich als Inhaber eines Ingenieurbüros für Thermodynamik sind viele dieser Beispiele zwar zu stark vereinfacht – aber als Einstieg in die jeweiligen Gleichungen sind sie auf jeden Fall hervorragend. Besonders gut ist auch, dass alle Beispielrechnungen so diskutiert werden, dass das Ergebnis verständlich ist.

Im Vorwort beschreiben die Autoren, dass sie als Hauptquelle den VDI-Wärmeatlas verwendet haben. Dies ist nicht zu übersehen. Ich sehe es aber positiv: es ist richtig, dass der VDI-Wärmeatlas als Nachschlagewerk konzipiert wurde; „Wärmeübertragung“ von Peter von Böckh und Thomas Wetzel ist das ideale Fachbuch, um die Grundlagen dazu zu lernen.

Kritisieren möchte ich aus meiner Sicht als Praktiker, dass die Autoren alle Rechnungen auf mehrere Nachkommastellen durchgeführt haben. Dass sie eine Übertemperatur in einem Verdampfer zu 8,81 K angeben (Beispiel 6.2), ist lächerlich. Es ist in der Praxis zwingend erforderlich, ordentlich zu runden. Temperaturen auf zwei Nachkommastellen sind weder messbar noch sonst sinnvoll, da in die Ausgangsdaten schon signifikante Ungenauigkeiten enthalten. Solche Bücher (und Dozenten) sind dafür verantwortlich, dass wir unseren Praktikanten und Absolventen dieses elementare Wissen erst mühsam beibringen müssen.

Nichtsdestotrotz empfehle ich das Buch für alle Studenten, die die Grundlagen der Wärmeübertragung lernen wollen.

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